„Das Produkt von DOCUmedia sind die Menschen dahinter“

Eigentlich wollte Tobias Braszkeit die Geschäftsführung bei DOCUmedia nur für drei Jahre übernehmen. Mittlerweile sind daraus mehr als elf geworden. Der Umsatz des Unternehmens hat sich in dieser Zeit fast verfünffacht. Doch der wirtschaftliche Erfolg war nicht der Hauptgrund für seinen Entschluss, in Salzburg zu bleiben. In unserem Blog-Interview verrät Tobias Braszkeit, was die Arbeit als Informationsdienstleister für die Baubranche besonders reizvoll macht: der bunte Kundenkreis und das 34-köpfige „DOCUteam“.

Herr Braszkeit, elf statt drei Jahre bei DOCUmedia – wie ist es dazu gekommen?

Zunächst hat mich der Geschäftsbereich von DOCUmedia sehr fasziniert. Obwohl ich davor für einen Dämmstoffhersteller, also in der Bauzulieferbranche, tätig war, habe ich die Dienstleistung der Informationsbereitstellung in dieser Form nicht gekannt. Ich habe aber auch schnell gemerkt, dass diese sehr spezielle Aufgabe nur von einem hochprofessionellen, gut funktionierenden Team erbracht werden kann. Und heute weiß ich: Das „Produkt“ von DOCUmedia sind eigentlich die Menschen dahinter.

Was unterscheidet Ihr Unternehmen von anderen Arbeitgebern?

Wir bieten im Hintergrund die Sicherheit einer größeren Konzernstruktur, sind aber sehr autark. Im Büroalltag erleben die Mitarbeiter daher alle Vorteile einer kleinen Firma mit flachen Hierarchien und eigenverantwortlicher Arbeit. Wir haben eine sehr angenehme Atmosphäre und unterhalten uns auch gerne mal über Themen, die nicht unmittelbar mit DOCUmedia zu tun haben. Natürlich steckt im Wort Dienstleister irgendwo „Leistung“ drinnen, aber ich bin der Meinung: Wenn man schon viel Zeit miteinander verbringt, sollte die Arbeit auch Spaß machen.

Dazu kommt die abwechslungsreiche Tätigkeit …

… das ist sicher eine weitere Stärke von uns. Wir haben ein sehr spannendes Umfeld, das die ganze Baubranche und das Baunebengewerbe umfasst – vom Generalunternehmer bis zum Handwerker, aber auch Zulieferer, Banken und Versicherungen. Alle Kunden, mittlerweile sind es über 1.000, benötigen sehr spezifische Informationen von uns.

Ein Aufzugshersteller interessiert sich natürlich nur für Projekte, die einen Aufzug beinhalten. Das Gleiche gilt für einen Spezialisten für Flachdachfenster oder den Hersteller von Laminatböden. Und die Banken wollen bei der Finanzierung dabei sein und möglichst detaillierte Informationen über das Bauvolumen. Dazu kommen oft auch geografische Eingrenzungen: Viele Firmen suchen nur Aufträge im Umkreis von 50 oder 100 Kilometern. Wir sind also dafür zuständig, dass alle Kunden genau die Informationen erhalten, die sie für ihre Tätigkeit brauchen.

Wie erhält DOCUmedia diese Informationen?

Der klassische Weg ist noch immer der gleiche wie zur Gründerzeit unseres Unternehmens vor 40 Jahren – telefonische Netzwerke zu Gemeinden, Kommunen, großen Unternehmen oder auch zur Hotellerie. Heutzutage klopfen wir außerdem die gesamte Medienwelt nach Nachrichten ab, durchforsten elektronisch verfügbare Amtstafeln und recherchieren auf den Webseiten von Architekten. Das Motto ist immer: so viele Infos wie möglich sammeln und sie übersichtlich strukturieren, damit die Nutzer unseres Systems die für sie relevanten Projekte rasch, einfach und zielgenau finden.

Es würde die Kunden sicher viel Zeit kosten, das alles selbst zu leisten?

Viel Zeit und auch viel Geld. Es ist auch nicht ihr Unternehmenszweck. Sie sind darauf ausgerichtet, zu bauen, zu produzieren oder im Fall der Banken die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Bauprojekte herzustellen. Wir dagegen sind sehr gut in der Informationsbeschaffung und damit ein wichtiger Partner der Bauwirtschaft.

Wie beurteilen Sie die augenblickliche Entwicklung in der Baubranche?

Ich sehe sie nicht ganz so negativ, wie sie teilweise kolportiert wird. Die Bauwirtschaft befindet sich in einer absoluten Hochphase, eine Stagnation auf diesem hohen Niveau wäre also nur eine Art Normalisierung. Aber natürlich machen der Branche die generellen ökonomischen Unwägbarkeiten, Inflation, Rohstoffknappheit und vor allem der Mitarbeitermangel zu schaffen. Man muss auf diese Herausforderungen reagieren und vielleicht auch neue, kreative Lösungen finden.

Abschlussfrage: Was hat sich in Ihren elf Jahren bei DOCUmedia verändert, und welche einschneidenden Entwicklungen erwarten Sie in Zukunft?

Eine wichtige Änderung war sicher das Aufkommen des Datenschutzthemas samt den entsprechenden Verordnungen auf EU-Ebene. Wir fokussieren unsere Geschäftstätigkeit daher mittlerweile auf den Gewerbebau. Ein anderer Punkt ist die Digitalisierung. Wir waren hier mit unserer Online-Datenbank Xplorer sicher ein Vorreiter, sind aber bestrebt, dieses Tool ständig zu erweitern und an die neuesten technischen Möglichkeiten anzupassen. Seit Kurzem führen wir im Xplorer Bauinformationen und Ausschreibung zusammen, sodass unsere Kunden beides auf einmal griffbereit haben. Wir bieten dadurch einen weiteren großen Mehrwert.

Auch in der Baubranche selbst sorgt die Digitalisierung für große Veränderungen – Stichwort Smart Home. Das wird die Projekte, Ausschreibungen, Anforderungen an die Baufirmen und damit auch unserer Tätigkeit künftig stark prägen. Aber ich denke, wir sind darauf gut vorbereitet.


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