Wie Sie energieeffizient bauen
Ohne eine Weiterentwicklung des Gebäudesektors kann Klimaschutz nicht sinnvoll gedacht werden. Zum Glück gibt es viele Maßnahmen, wie nachhaltig und energieeffizient gebaut und saniert werden kann.
Alles zum energieeffizienten Bauen in Kürze
- DIe Bauindustrie ist für circa 40 Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich, hat aber auch großes Potenzial für Klima- und Umweltschutz.
- Energieeffizienz zielt auf geringen Energieverbrauch eines Gebäudes ab. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der breiteren Nachhaltigkeit, die unter anderem auch Material, Transport und soziale Aspekte umfasst.
- Neben der Nutzungsenergie (circa 2/3 des Gesamtverbrauchs) muss die Graue Energie (Energie für Herstellung, Transport, Entsorgung) beachtet werden; sie beträgt circa 1/3 der Bilanz.
- Energieeffizientes Bauen erfordert ein Gesamtkonzept, das nachhaltige Baustoffe, geringe Transportwege und ideale Dämmstandards vereint.
- Aus Umweltsicht ist die Sanierung von Bestandsgebäuden oft die wichtigste Maßnahme, um Graue Energie zu vermeiden.
- Tools wie BIM, KI und Smart-Home-Systeme sind entscheidend, um Energieverbrauch, Materialeinsatz und Emissionen in Planung und Nutzung zu senken.
Die Bauindustrie nachhaltiger und zukunftsfähiger gestalten: Eine Herausforderung, die angesichts des Klimawandels und des EU-Ziels, „bis 2050 über einen klimaneutralen Gebäudebestand zu verfügen“ von immenser Bedeutung ist. Doch was bedeutet Energieeffizienz konkret und wie können Beteiligte aus der Baubranche für mehr Effizienz sorgen? Erfahren Sie in diesem Artikel alles über nachhaltiges und energieeffizientes Bauen.
Inhaltsverzeichnis
- Die Bauindustrie: Warum ist energieeffizientes Bauen wichtig?
- Energieeffizientes Bauen – eine Definition
- Nachhaltig oder Energieeffizienz: Was ist der Unterschied?
- Energieeffizientes Bauen im 21. Jahrhundert: Wie kann man energieeffizient bauen?
- Rechtliche Vorgaben zum energieeffizienten Neubau
- Förderungen für energieeffizientes Bauen
- Umweltfreundliche Neubau-Konzepte: Das sind die aktuellen Energiestandards
- Sanieren für die Energiewende: Sind Sanierungen effizient?
- Mit mehr Digitalisierung in eine grünere Zukunft
- Fazit: Was bedeutet das für die Unternehmen der Baubranche?
Die Bauindustrie: Warum ist energieeffizientes Bauen wichtig?
Laut der WKO ist die Bauindustrie für knapp 40 Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Die Bauwirtschaft leistet also einen sehr großen Beitrag zur Umweltverschmutzung und zum Klimawandel. Oder anders gesagt: Die Bauwirtschaft hat ebenso das Potenzial, maßgeblich zu Klima- und Umweltschutz beizutragen. Es gibt zahlreiche Innovationen und Ideen, um die CO₂-Emission am Bau zu reduzieren, doch viele davon werden aufgrund finanzieller oder bürokratischer Hürden nur selten genutzt. Doch welche Möglichkeiten des umweltverträglichen und energieeffizienten Bauens gibt es überhaupt?
Energieeffizientes Bauen – eine Definition
Unsere moderne Lebens- und Wohnweise benötigt Energie en masse. Sei es zum Heizen, zum Beleuchten, um die Wäsche zu waschen, Geschirr zu spülen, Elektrogeräte zu nutzen oder die Rollläden rauf und runterzulassen. Das Problem: Der Energieverbrauch korreliert in der Regel mit dem CO2-Ausstoß und damit mit der Umweltschädlichkeit eines Gebäudes. Also je mehr Energie man benötigt, desto mehr CO2 stößt man aus, und das schadet Klima und Umwelt. Um dem entgegenzuwirken, gibt es das Konzept der Energieeffizienz und des energieeffizienten Baus. Dabei geht es darum, dass bei einem bestimmten Prozess – hier im Gebäudebau – möglichst wenig Energie verwendet wird.
Nachhaltig oder Energieeffizienz: Was ist der Unterschied?
Oft werden Nachhaltigkeit und Energieeffizienz synonym benutzt. Das hat einen Grund: Bei beiden Konzepten geht es darum, die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Allerdings ist Energieeffizienz ein engerer Begriff, da es hier ‘nur’ um den Energieverbrauch geht.
Doch Produkte haben noch weitere Einflüsse auf die Umwelt. Beispielsweise können bei der Produktion giftige Stoffe in die Umwelt gelangen. Oder man gefährdet mit der Abholzung in einem bestimmten Gebiet eine Tierart oder ein Material kann nur vergleichsweise kurz genutzt werden, sodass zeitnah neue umweltbelastende Arbeiten nötig sind. Wenn man betrachten möchte, wie nachhaltig ein Produkt ist, werden all diese Umwelteinwirkungen berücksichtigt. Auch Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit oder Ähnlichem können mitgedacht werden. Etwa indem man sich dazu entscheidet, mehreren kleinen und mittelständischen Unternehmen Aufträge zu geben, statt einem sehr großen, da man so die Unternehmensvielfalt fördert und zum Erhalt von Arbeitsplätzen beiträgt.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass Energieeffizienz ein Bestandteil von Nachhaltigkeit ist. Wer sich für energieeffizientes Bauen interessiert, interessiert sich in der Regel dafür, wie er die Umweltbelastung beim Bauen möglichst gering halten kann. Um das bewerten zu können, werden im Folgenden neben der Frage der Energieeffizienz auch immer wieder andere Gesichtspunkte zur Nachhaltigkeit einfließen.
Energieeffizientes Bauen im 21. Jahrhundert: Wie kann man energieeffizient bauen?
Wer über energieeffizientes Bauen oder Sanieren nachdenkt, denkt meist an nachwachsende Rohstoffe oder eine bessere Heizung und Gebäudedämmung. Und ja, auch diese Punkte sind Teil des energieeffizienten Bauens. Aber wer energieeffizient bauen möchte, braucht ein Gesamtkonzept, das alles vereint. Denn es gibt unzählige Stellschrauben, an denen man drehen kann und von denen die Richtigen für das eigene Bauprojekt gefunden werden müssen. Die Wichtigsten zeigen wir Ihnen im Folgenden.
1) Nachhaltige Baustoffe nutzen
Ein Baustoff muss insbesondere drei Kriterien erfüllen, um als nachhaltig bewertet werden zu können: Er muss biologisch, nachwachsend und mit einem geringen Energieaufwand verbunden sein. Zu den nachhaltigen Baustoffen gehören:
- Holz und Holzwerkstoffe
- Lehm und Lehmbaustoffe
- Recycling-Baustoffe
- Ziegel aus Lehm oder Recyclingmaterialien
- Nachhaltige Dämmstoffe, etwa aus Zellulose, Holzwolle, Holzfasern, Stroh oder Jute
- Ökologische Farben, Lacke und Bodenbeläge
- Recycelbare Porenbeton- und Betondachsteine
Wer sich nun nach dem passenden Baustoff für das eigene Projekt entscheidet, wird verschiedene Abwägungen machen müssen. Dazu gehören natürlich auch praktische Gründe, wie Kosten und Wohngefühl. Für die Energieeffizienz maßgeblich ist aber auch der Transportweg. Ein Holzbau aus heimischem Holz ist zum Beispiel energieeffizienter als aus asiatischem Bambus, der zunächst aus Übersee hertransportiert werden muss. Das bringt uns direkt zum nächsten Thema: Graue Energie.
2) Graue Energie niedrig halten
Als Graue Energie wird die Summe der Energie bezeichnet, die benötigt wird, um ein Gebäude zu errichten. Das umfasst beispielsweise die Energie, die benötigt wird, um:
- die Materialien zu gewinnen,
- Bauteile herzustellen,
- diese zur Baustelle zu transportieren,
- die Bauteile einzubauen,
- die Maschinen, die für all dies benötigt werden, zu bedienen
- und nicht (mehr) benötigte Materialien wieder zu entsorgen.
Während beim Bau immer sehr stark darauf geachtet wird, dass die spätere Nutzung eines Gebäudes möglichst energiesparend ist, werden diese Aspekte oft vernachlässigt. Und das, obwohl die Graue Energie beim Hausbau rund ein Drittel der Energiebilanz eines Gebäudes ausmacht. Das Ziel sollte es also sein, Bestandsbauten so lange wie möglich zu nutzen und lieber zu renovieren, statt abzureißen und neu zu errichten. Wer sich dennoch für Neubau entscheidet, sollte Emissionen so gering wie möglich halten. Das passiert etwa durch möglichst geringe Transportwege und die Verwendung von Baustoffen, für deren Herstellung wenig Energie benötigt wird.
3) Reduktion von Emissionen während der Nutzung
Rund zwei Drittel der Energie, die für ein Haus im gesamten Lebenszyklus genutzt werden, entstehen aber während der Nutzung – insbesondere für die Heizung. Um auch hier möglichst energieeffizient zu bleiben, muss die Nutzungsphase eines Gebäudes von der Planung an bei jedem Schritt mitgedacht werden: Welche Heizung soll genutzt werden? Welches Dämmmaterial? Wie viel Fläche benötige ich? Wie soll diese für eine möglichst ideale Wärmeverteilung aufgeteilt werden?
Nicht später als bei der Planung sollten also Dämmstandards bei den Außenwänden bedacht werden. Werden eben diese vernachlässigt, können material- oder konstruktionsbedingte Wärmebrücken schnell zu Energieverlust und hohen Heizkosten führen. Heizkörper, wie beispielsweise moderne Wärmepumpen, die die Umgebungswärme zur Beheizung nutzen, verlassen sich auf eine hohe Luftdichtheit der Außenwände: Damit Wärmeverlust verhindert wird, muss die Luftdichtheit sichergestellt und ausgeglichen sein.
Die Investition in eine ideale Isolierung mag anfangs zwar mehr Kosten mit sich führen, allerdings hält sie im Winter warm und sorgt im Sommer für ein kühleres Raumklima. Dabei kann ebenfalls eine Lüftungsanlage unterstützen, ohne dass die Energieeffizienz dabei beeinträchtigt wird.
4) Recycling nach Rückbau
Ein großer Knackpunkt der Klimawende ist auch die Wiederverwendung von Baustoffen. Durch das Recycling von Materialien können Abfall sowie Ressourcenverbrauch minimiert werden – und das vom Entwurf und Bau, bis hin zur Nutzung und zum Rückbau. Die österreichische Regierung möchte die Kreislaufwirtschaft und Materialeffizienz durch die Recycling-Baustoffverordnung (RBV) unterstützen. Dazu gehört zum einen, dass mehr recycelt wird, aber auch, dass die Recycling-Baustoffe bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen. Digitale Zertifikate wie Gebäuderessourcenpässe sollen ebenfalls bei der sauberen Trennung und Wiederverwendung von Materialien helfen, indem genutzte Baumaterialien dokumentiert werden.
Rechtliche Vorgaben zum energieeffizienten Neubau
Wer ein energieeffizientes Haus bauen möchte, muss einige rechtliche Vorschriften beachten.
- Seit 2018 gilt auf EU-Ebene die geänderte Energieeffizienz-Richtlinie, die jeweils mit nationalen Bestimmungen umgesetzt wird. In Österreich geschieht dies durch das Bundes-Energieeffizienzgesetz, kurz EEffG. Dieses gibt allgemeine Vorgaben für ganz Österreich, benennt aber keine konkreten Einzelangaben für den Bausektor.
- Dazu kommt das Energieausweis-Vorlage-Gesetz, das Gebäude nach ihrem energetischen Standard in Klassen zwischen A++ (Passivhaus) und G (unsanierter Altbau) einteilt.
- Genaue Anweisungen für ein Energieeffizienz-Gebäude schreibt das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) in der OIB-Richtlinie 6 – Energieeinsparung und Wärmeschutz vor.
Förderungen für energieeffizientes Bauen
Bundesweite Förderungen für energieeffizientes Bauen können beim Kreditinstitut KPC beantragt werden. Gefördert wird zum Beispiel der Austausch der Heizungsanlage bei Privatpersonen oder ein energieeffizienter Neubau bei Unternehmen und Vereinen. Die meisten Förderungen für energieeffizientes Häuser sind allerdings Ländersache. Da Zuschüsse und günstige Kredite ein wichtiges Instrument der Wohnbauförderung und Energieeffizienz sind, gibt es diese sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen. Die Gestaltung fällt allerdings sehr unterschiedlich aus – wo Sie Beratung für Ihr Bundesland finden, können Sie beispielsweise bei klimaaktiv einsehen.
Umweltfreundliche Neubau-Konzepte: Das sind die aktuellen Energiestandards
Je nachdem, wie gut die obengenannten Aspekte des energieeffizienten Bauens berücksichtigt wurden, erfüllen Häuser das gesetzliche Mindestmaß an Energieeffizienz oder sind ein ehrgeiziges Plusenergiehaus – oder liegen irgendwo dazwischen. Es gibt viele Abstufungen dafür, wie man energieeffizient bauen kann. Eine grobe Einordnung geben die folgenden vier Kategorien energieeffizienter Häuser:
- 35 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr
Ein Neubau muss mindestens dem Standard eines Neubau-Energiesparhauses nach gesetzlichem Standard entsprechen. Das bedeutet, dass die Dämmung den Kriterien der OIB-Richtlinie 6 entsprechen muss – der Dämmstandard ist allerdings nicht so hoch wie bei beispielsweise einem Passivhaus. Dazu reichen oft schon eine Handvoll Maßnahmen, wie eine moderne Heizanlage, Zweifachverglasung der Fenster und eine Solaranlage. Allerdings müssen Wärmebrücken auf jeden Fall vermieden werden, damit die Wärme nicht entweichen kann und das Haus richtig gedämmt wird. So können Heizkosten ebenfalls niedriger gehalten werden. Der Heizwärmebedarf liegt derzeit bei etwa 35 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.
- 15 bis 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr
Bei einer besseren Wärmedämmung, dichteren Türen, dreifachverglasten Fenstern und der Nutzung von fast ausschließlich erneuerbarer Energie, etwa durch eine Wärmepumpe inklusive Solaranlage, erreicht man ein Niedrigenergiehaus. Oft wird auch eine Lüftungsanlage eingebaut. Der Heizbedarf bei der Niedrigenergiebauweise liegt bei 15 bis 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.
- 10 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr
Wenn so gut gedämmt wird, dass nahezu keine Heizenergie benötigt wird, spricht man von einem Passivhaus. Große Fenster im Süden und wenige kleine Fenster im Norden mit einem entsprechenden Sonnenschutz für den Sommer unterstützen dies weiter. Zudem kommt eine Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz. Bei einem Passivhaus liegt der Heizwärmebedarf bei maximal 10 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.
Wenn ein Gebäude mehr Energie produziert, als Energiebedarf besteht, etwa durch Solarenergie mithilfe von Photovoltaik oder Sonnenkollektoren, Wärmepumpe und Windkraft, spricht man von einem Plusenergiehaus. Es muss also noch sparsamer gebaut sein als ein Passivhaus und zudem über einen Speicher zum Zwischenspeichern von Strom verfügen.
Tiny House: Umweltfreundlich auf wenig Wohnraum
Ein Weg, um möglichst wenig Energie zu benötigen, ist es, möglichst wenig Platz zu benötigen. Wer weniger Platz hat, muss weniger heizen, überlegt sich beim Kauf neuer Produkte genauer, ob er diese braucht und auch der Bau ist energiesparend. Das ultimative kleine Wohnhaus sind Tiny Houses. Je nachdem welche Definition man betrachtet, dürfen sie maximal 37, 50 oder sogar nur 20 Quadratmeter Wohnfläche haben. In der Regel stehen sie zudem auf einem Anhänger oder Trailer. Der Bau ist also schnell erledigt, unter anderem weil keine Tiefbaumaßnahmen wie Erdarbeiten nötig sind. Und massive Materialien wie Beton können erst recht nicht verwendet werden. Ein Tiny House ist also sowohl beim Bau als auch während der Nutzung emissionsarm, insbesondere wenn auf umweltschonende Baumaterialien und eine gute Wärmedämmung geachtet wird.
Das Allheilmittel sind die kleinen Häuschen auf Rädern aber nicht. Zum einen sind sie baurechtlich und verkehrsrechtlich gar nicht so einfach zu realisieren. Zum anderen passen Sie nicht zur Lebensrealität und Lebensvision eines Großteils der Menschen. Wer also Spaß an einem Tiny Haus hat, verringert seinen eigenen CO₂-Fußabdruck signifikant – aber es gibt auch andere Wege, diesen möglichst klein zu halten. Wir müssen also nicht zwangsläufig alle auf Tiny Häuser umsteigen.
Sanieren für die Energiewende: Sind Sanierungen effizient?
Wie bereits erwähnt: Betrachtet man die Emissionen, die während dem Bau selbst entstehen, scheint nicht zu bauen, die wichtigste Maßnahme beim energieeffizienten Bauen zu sein. Beziehungsweise stattdessen Bestandsgebäude zu sanieren. Ja, das ist oft mit viel Arbeit und zahlreichen unschönen Überraschungen verbunden, aber umwelttechnisch lohnt es sich. Wer ein altes Haus kauft, investiert in der Regel einmal in eine umfassende Sanierung von Grund auf. Das bedeutet neben einer neuen Heizung zum Beispiel eine komplett neue Gebäudedämmung, ein neues Dach, zeitgemäße Fenster und Türen und die Installation von Photovoltaik auf dem Hausdach. Aber auch während ein Haus bewohnt wird, können immer wieder kleinere Maßnahmen ergriffen werden, die die Energiebilanz senken und dieses ökologischer machen. Neue Fenster und Türen können auch später noch eingebaut werden, gleiches gilt für eine Photovoltaikanlage. Es gibt aber auch kostengünstigere Maßnahmen wie wassersparende Badarmaturen oder den Einbau von Etagentüren, wenn man bisher einen sehr offenen Wohnraum hatte.
Mit mehr Digitalisierung in eine grünere Zukunft
Die Digitalisierung ermöglicht es in vielen Bereichen, energieeffizienter zu planen. Schließlich liefert sie wichtige Instrumente für nachhaltiges Bauen und Sanieren und hilft dabei, die immer komplexer werdenden Anforderungen an das Bauwesen rund um Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit umzusetzen.
Dies geschieht mithilfe von digitalen Management-Tools und der Arbeit mit Künstlicher Intelligenz, 3D-Modellierung, VR/AR und Co. Diese unterstützen unter anderem bei:
Analyse von BIM-Daten (Building Information Modeling) | Werden Baudaten und darauf aufbauende Simulationen analysiert, kann energetisches Verhalten von Gebäuden genau bestimmt werden. Durch Aussagen über Energiebedarf, Luftdichtheit oder CO2-Ausstoß wird die Energieeffizienz gesteigert. |
|---|---|
Reduzierung von Materialeinsatz | 3D-Drucker ermöglichen die Herstellung von Fertigteilen. Abgestimmt auf präzise Mengen wird Materialeinsatz und Abfall so weiterhin reduziert. |
Leerlauf- und Treibstoff-Reduktion | Maschinen werden immer digitaler gestaltet – auch Elektromotoren helfen bei der Senkung von Leerlauf und somit auch vom Treibstoffverbrauch. |
Recycling | Wenn verwendete Baustoffe und deren Eigenschaften genau erfasst werden, können sie beim Rückbau effizient und sauber recyclet werden. |
Senkung des Energieverbrauchs | Durch intelligente Vernetzung von Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung mithilfe von Smart-Home-Systemen wird der Energiebedarf präzise ermittelt und Verbrauch gesenkt. Schon bei der Planung kann die spätere Gebäudewartung mitbedacht und optimiert werden. |
Beschattungssysteme | Vor allem durch smarte Beschattungssysteme und hochwertige Wärmeschutzgläser kann der solare Energieeintrag im Winter massiv gesteigert und im Sommer künstliche Kühlung vermieden werden. |
Fazit: Was bedeutet das für die Unternehmen der Baubranche?
Der Gebäudebau ist in einer Umbruchphase. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass man das Rad neu erfinden muss. Die meisten handwerklichen Tätigkeiten sind noch immer die gleichen. Ein Maler- und Lackierer streicht noch immer so, wie er es zuvor gemacht hat – nur eben mit umweltfreundlicheren Farben. Und wie bei jeder Farbe, hat auch diese in der Anwendung ihre Eigenarten, die man kennen und mit denen man umgehen muss. Aber das ist man als Profi ja gewohnt. Gleiches gilt für zahlreiche andere Gewerke.
Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen größere Veränderungen im Gang oder zu erwarten sind. Aber das passiert nicht von heute auf morgen. Halten Sie sich auf dem Laufenden, was in der Baubranche passiert, und es wird kein Problem sein, bei den Entwicklungen mitzuhalten. Statt in einer Hinwendung zu energieeffizientem Bauen und energetischem Sanieren eine negative Veränderung zu sehen, sollten Sie sehen, wie viel Wert in Ihrer Arbeit für eine lebenswerte Zukunft liegt. Egal, ob Architekt, Installateur, Maurer oder Dachdecker – Sie können wesentlich zur Investition in eine energieeffiziente Bauwirtschaft beitragen und so einen wichtigen Beitrag gegen den menschengemachten Klimawandel leisten.
Als führender Informationsdienstleiter für die Baubranche unterstützen wir nachhaltige und energieeffiziente Projekte. In unserem Xplorer finden Sie alle Aufträge für Sanierungen sowie energetische Neubauten in Österreich – so dass wir gemeinsam den Schritt zu energieeffizienter Bauweise gehen. Noch kein Kunde? Dann treten Sie mit uns in Kontakt und vereinen Sie eine Beratung, um gemeinsam herauszufinden, wie wir Ihr Unternehmen unterstützen können.
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