PPP

Als PPP – kurz für Public Private Partnership – bezeichnet man die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen.

Was ist eine Public Private Partnership (PPP)?

Eine Public Private Partnership (PPP) – auf Deutsch: öffentlich private Partnerschaft – beschreibt die Bildung einer gemeinsamen Unternehmung zwischen staatlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen.

Dabei werden Projekte gemeinsam geplant, finanziert und umgesetzt: Während das privatwirtschaftliche Unternehmen für die effiziente Ausführung des Projekts zuständig ist, beachtet die öffentliche Partei die Orientierung am Gemeinwohl. Projekte einer PPP werden zu 50 Prozent öffentlich durch die Europäische Union gefördert und zu 50 Prozent vom privaten Sektor finanziert.

Ziel einer öffentlich privaten Partnerschaft ist es, eine langfristige und förderliche Lösung für öffentliche Aufgaben zu schaffen. Daher dauern PPP Projekte 20 bis 30 Jahre.

Welche Gründe gibt es für Public Private Partnerships?

Die öffentliche Hand kann sich für die Zusammenarbeit in Form einer Public Private Partnership entscheiden, wenn ...

  • ... bei dringenden Projekten die öffentlichen Mittel nicht ausreichend für die Finanzierung sind, oder
  • ... spezialisierte Fachkenntnisse und Technologien von privaten Unternehmen benötigt werden, um Projekte umzusetzen.

Was sind die Vorteile und Nachteile einer PPP?

Vorteile

Nachteile

Konjunkturbelebung

Die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen, die über fachspezifische Kenntnisse verfügen, steigert die Effizienz und ermöglicht eine schnellere Durchführung von Projekten.

Abhängigkeiten

Eine hohe Abhängigkeit von privaten Konzernen in öffentliche Entwicklungen schränkt die faire Preisbildung und Wettbewerbsfähigkeit ein.

Finanzierung von Projekten

Bei mangelnden öffentlichen Finanzierungsmitteln helfen private Unternehmen bei der Realisierung von Projekten, insbesondere bei dringenden Fragen der Infrastruktur.

Versteckte Schulden

Trotz kurzfristigen finanziellen Einsparungen verursachen öffentlich private Partnerschaften hohe Transaktionskosten sowie Kosten für laufende Kontrolle und Beratungsleistungen - wodurch Finanzierungskosten im späteren Verlauf höher ausfallen.

Einfluss in Marktentwicklung

Die Teilnahme an PPPs ermöglicht es privaten Unternehmen, an europäischen Forschungsthemen, strategischen Roadmaps und Entwicklungen mitzuwirken.

Privatisierung

Es herrscht Kritik, dass Aufgaben zur Grundversorgung der Bevölkerung an privatwirtschaftliche Unternehmen abgegeben werden. Diese werden dadurch der Privatwirtschaft überlassen, wodurch die Profitorientierung in den Vordergrund rücke.

Beispiele für Public Private Partnerships (PPP)

Es gab bereits einige Initiativen, in denen die Europäische Union mit Unternehmen oder Non-Profit Organisationen in PPPs zusammengearbeitet hat. Beispiele für PPP Initiativen sind:

  • euRobotics: Die Non-Profit-Organisation euRobotics forscht in Kooperation mit der Europäischen Union, um den Bereich der Robotik voranzutreiben und Innovationen zu schaffen.
  • 5G Infrastructure (5G PPP): Die 5G PPP unterstützt den EU-weiten Ausbau einer stabilen und verlässlichen Internet-Infrastruktur. Die Initiative soll den europäischen Markt in Richtung Digitalisierung global stärken.
  • Campus Gertrude Fröhlich-Sandner: Die Stadt Wien und die Firma Strauss & Partner Development GmbH setzten in Zusammenarbeit innerhalb eines Jahres eine Anlage für eine Ganztagsvolksschule und Kindergarten um.

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