„Tool Time“: Fünf digitale Trends für 2024

Nach vielen erfolgreichen Jahren ist die Bauwirtschaft 2023 stagniert. Die Prognosen für das kommende Jahr sind ebenfalls nicht vielversprechend: Durch die inflationsbedingten Preisanstiege ist vor allem der Wohnbau eingebrochen – die nach wie vor gute Auftragslage bei Sanierungen und die erwartete Erholung des Tiefbau-Segments können dieses Minus nur zum Teil kompensieren. Es ist daher besonders wichtig, sich bietende Chance zu ergreifen.

Drohnen über den Baustellen © Budimir Jevtic / stock.adobe.com

Eine dieser Chancen ist die Digitalisierung der Branche. Wir zeigen in unserem Blog fünf digitale Trends auf, mit denen man sich 2024 auseinandersetzen sollte. Ziele sind vor allem administrative Erleichterungen und mehr Effizienz am Bau.

1. HIGHSPEED-INTERNET MIT 5G

Das neue 5G-Netz ist mittlerweile in 95 Prozent aller österreichischen Haushalte verfügbar, genutzt wird es jedoch in vergleichsweise wenigen. Die Erfinder des Highspeed-Internets dürfte das nicht stören, schließlich soll 5G vor allem die Kommunikation zwischen Maschinen (Internet of Things) erleichtern und ist alleine deshalb ein spannendes Thema für die Baubranche. Doch auch Bauunternehmer, die viel Zeit außerhalb ihres Büros verbringen und gerade deshalb eine hohe Netzqualität brauchen, werden sich über die Neuentwicklung freuen.

2. DROHNEN ÜBER DER BAUSTELLE

Laut Schätzungen verwenden schon 20 Prozent aller Firmen am Bau Drohnen. Es werden 2024 noch mehr werden, schließlich sind die Fluggeräte bei der Dokumentation von Baufortschritten und der Vermessung von Baustellen wichtige Helfer geworden. Bei hohen Gebäuden sorgen sie außerdem für ein Mehr an Sicherheit, weil sie Stellen leicht erreichen, an die Menschen nicht oder nur unter erheblicher Gefahr gelangen. Fliegen darf eine Drohne jeder Erwachsene – bei Geräten über 250 Gramm besteht Registrierungspflicht, außerdem muss man hier einen kostenlosen Online-Kurs samt Abschlussprüfung („Drohnenführerschein“) absolvieren.

3. KI IN ALLEN BEREICHEN

Künstliche Intelligenz ermöglicht die präzise Planung und Verwaltung von Bauprojekten. Mögliche Einsatzgebiete: Optimierung des Ressourceneinsatzes, Logistik, Gefahrenermittlung, Projektmanagement, Akquise und Marketing. Gerade in Krisenzeiten, die durch Rohstoff- und Personalknappheit noch verschärft werden, kann KI für Bauunternehmen ein wertvoller Helfer werden.

4. NEUE MATERIALIEN

Auch am Materialsektor tut sich 2024 einiges. Ziegel zum Beispiel sind keine reinen „Bausteine“ mehr: Cool Bricks verfügen über ein eigenes Kühlsystem, Smart Bricks können dank einer speziellen Beschichtung als Notbeleuchtung verwendet werden. Auch neue Betonformen machen die Runde: Durch Zugabe von Flugasche wird der Baustoff deutlich biegsamer, ohne seine Festigkeit einzubüßen. Um die Materialien der Zukunft in die richtige Form zu bringen, werden immer öfter 3D-Drucker verwendet – ein weiterer Digitalisierungsschritt.

5. BIG DATA

Wenn es viele Firmen und wenige Bauaufträge gibt, ist Wissen ein immenser Wettbewerbsvorteil. Konkret geht es um die frühzeitige Kenntnis geplanter Projekte – ein klassischer Fall von Big Data. Das Modewort bezeichnet Datenmengen, die zu groß und zu komplex sind, um sie mit herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten.

Mit einer eigenständigen Recherche verpasst man dadurch viele interessante Bauvorhaben. Stattdessen setzen immer mehr Betriebe auf den Informationsdienstleister DOCUmedia und sein Online-Tool Xplorer. Dank praktischer Filterfunktionen erhält man hier mit nur wenigen Klicks die passenden Auftragschancen inklusive vieler Detailinfos. Besonders schnell geht’s übrigens mit 5G.


Abschließender Hinweis

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

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