Zahlen und Fakten zur Baubranche in Österreich
„Fakten, Fakten, Fakten“ ist nicht nur der bekannte Slogan eines deutschen Medienmachers, es ist auch das Motto des DOCUmedia-Blogs. Wir versuchen stets, interessante Informationen aus der Baubranche zu recherchieren, aufzubereiten und vor allem: zu belegen. Am besten gelingt das mit handfesten Zahlen. Für diesen Beitrag sind wir daher tief in die Statistiken von Wirtschaftskammer, WIFO und Co. ein- und mit den spannendsten Daten wieder aufgetaucht. Wir verwenden das aktuellste zur Verfügung stehende Material, alle Zahlen stammen also aus den Jahren 2021 bis 2023.
Das Wichtigste zu Zahlen und Fakten der Baubranche in Österreich in Kürze
- Die Baubranche ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor Österreichs, der 2022 mit 30,35 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung beitrug und einen jährlichen Gesamtumsatz von über 60 Milliarden Euro erzielt.
- Mit rund 42.000 Unternehmen beschäftigt die Bauwirtschaft (inklusive Nebengewerke) fast 340.000 Arbeitnehmer.
- Jährlich werden in Österreich schätzungsweise 25.000 öffentliche Aufträge vergeben, wovon der größte Teil auf Bauarbeiten entfällt und fast 40 Prozent im offenen Verfahren abgewickelt werden
DAS BAUWESEN IM ALLGEMEINEN
Die wichtigste Erkenntnis vornweg: Die Baubranche ist in Österreich ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor. Vor allem in den Corona-Jahren war sie eine Stütze der Wirtschaft – 2022 trug das Bauwesen 30,35 Milliarden Euro oder 7,8 Prozent zur realen Bruttowertschöpfung des Landes bei.
Rund 42.000 Unternehmen erwirtschaften pro Jahr über 60 Milliarden Euro Umsatz – das Rekordhoch wurde 2021 erreicht. Anteilsmäßig teilt sich diese Summe so auf (gerundet): Hochbau 20 Milliarden Euro, Tiefbau 10 Milliarden Euro, sonstige Bautätigkeiten 30 Milliarden Euro. Die Umsatzzahlen in der Branche sind zwischen 2011 und 2019 kontinuierlich gestiegen. Ein leichter pandemiebedingter Rückgang im Jahr 2020 wurde in den darauffolgenden zwölf Monaten mehr als ausgeglichen. Seitdem – siehe unten – befindet sich das Bauwesen allerdings in einer Stagnationsphase.
Schwieriger ist es, gesicherte Daten zum Thema „Öffentliche Ausschreibungen“ zu erhalten. Man kann aber davon ausgehen, dass in Österreich jährlich etwa 25.000 öffentliche Aufträge vergeben werden. 25 Prozent und damit der größte Teil fällt in den Bereich der Bauarbeiten. Für mehr als drei Viertel der Ausschreibungen sind Bundesbehörden verantwortlich, der Rest entfällt auf die Bundesländer und Organisationen in deren Verantwortungsbereich. Die Mehrheit der Auftragsvergaben (knapp 40 Prozent) wird im offenen Verfahren abgewickelt.
DIE BAUBRANCHE ALS ARBEITGEBER
Durch den Bau-Boom der letzten Jahre sind neue Unternehmen in den Markt eingetreten. Die Fachgruppe Bau der Wirtschaftskammer ist zwischen 2010 und 2022 um rund 40 Prozent gewachsen. Die Zahl der Beschäftigten betrug knapp 100.000 – der Frauenanteil liegt bei 12,7 Prozent, außerdem bilden die Betriebe 3.383 Lehrlinge aus. Geht man über die Fachgruppe hinaus und bezieht auch Bauindustrie und Baunebengewerke mit ein, kommt man übrigens sogar auf fast 340.000 Arbeitnehmer.
Was die Unternehmensgröße betrifft, ist der Hauptteil der Betriebe sehr klein strukturiert, vom Ein-Mann-Unternehmen bis zu neun Mitarbeitern. In diese Kategorie fallen 89,1 Prozent (!) der Fachgruppenmitglieder. Umgekehrt haben nur 0,3 Prozent 250 Beschäftigte oder mehr. Interessant: Der durchschnittliche Aufwand pro Erwerbstätigem beträgt 55.000, der durchschnittliche Umsatz 182.500 Euro. Arbeitnehmer sind so gesehen kein Kosten-, sondern ein Erfolgsfaktor.
WOHIN GEHT DIE REISE?
Umfragen, Statistiken und Prognosen haben zuletzt auf ein Ende des Bau-Booms hingedeutet – vorerst zumindest. Starke Preiserhöhungen in den Bereichen Rohstoffe und Logistik mussten zum Teil an die Kunden weitergegeben werden, die inflationsbedingt aber kaum Investitionskapital zur Verfügung haben. Viele Bauvorhaben werden daher verschoben, insbesondere im Bereich des Wohnungsneubaus.
Konkret wurden 2022 etwa 18.400 neue Wohngebäude und 6.800 Nichtwohngebäude (Industriebauten, Lagerhallen, Hotels, Gasthöfe und Pensionen) bewilligt. Die erste Zahl dürfte bis einschließlich 2024 zurückgehen, sodass insgesamt eine Stagnation eintritt.
UNSER FAZIT
Insgesamt zeigt unsere Analyse, dass auf einem zumindest teilgesättigten Markt eine große Zahl von Wettbewerbern wirtschaftlich schwierigen Zeiten entgegensteuert. In dieser Situation ist jeder Wettbewerbsvorteil kostbar. Einer dieser Vorteile: Informationen.
Auch Sie sollten daher auf die Zeichen der Zeit reagieren und sich Ihren Informationsvorsprung sichern. Vertrauen Sie dabei auf den führenden Informationsdienstleister in Österreich, DOCUmedia, der permanent den heimischen Markt screent, öffentliche Ausschreibungen und gewerbliche Hochbauprojekte aufbereitet und Nutzern des Angebots damit einen entscheidenden Vorsprung verschafft. Dass dieses System funktioniert, lässt sich ebenfalls mit Zahlen belegen: fast 50 Jahre am Markt und über 1.000 zufriedene Kunden!
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Quellen (Auszug):
- Wirtschaftskammer Österreich, Geschäftsstelle Bau: Die österreichische Bauwirtschaft – Zahlen, Daten, Fakten 2023
- Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Statistik: Bau: Branchendaten – Mai 2023
- Statista: Statistiken zum Baugewerbe in Österreich
- Bundesbeschaffung GmbH: Kerndatennachrichten der letzten 6 Monate, Juni 2023
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