Passwort
Als Passwort bezeichnet man eine Kombination aus verschiedenen Zeichen, die zur Anmeldung bei unterschiedlichen Diensten (z.B. Online-Banking, E-Marketplaces, Social Media und E-Mails) erforderlich ist. Sie dient dem Identitätsnachweis eines Nutzers oder einer Institution. Durch die Passworteingabe kann die Zugriffsberechtigung nachgewiesen werden.
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Passwort - Definition
Ein Passwort ist eine Zugriffsbeschränkung. Lediglich Personen, denen die Zeichenfolge bekannt ist, haben Zugriff auf passwortgeschützte Ressourcen. Üblicherweise sind Passwörter mit einer Benutzerkennung (E-Mail-Adresse oder Benutzername) verknüpft. Erst die Eingabe der korrekten Kombination aus Benutzerkennung und Passwort erlaubt den Zugriff auf einen bestimmten Dienst.
Die PIN (persönliche Identifikationsnummer) besteht in Abgrenzung dazu ausschließlich aus Ziffern und kommt primär bei SIM-Karten oder Bankkonten zum Einsatz. Beide Varianten – PIN und Passwort – sollten ausschließlich den Zugriffsberechtigten bekannt sein, um optimalen Schutz zu gewährleisten.
Typische Anwendungsbereiche
Passwörter sind heutzutage variantenreich und omnipräsent. Verschiedenste Online-Dienste sind passwortgeschützt: Online-Banking, E-Mail-Konten, Datenbanken, Online-Shops, Websites und Netzwerke. Für jeden Online-Dienst wird ein eigenes Passwort benötigt, welches der Internetnutzer selbst vergeben muss. Für Unternehmen dient die Identitätsüberprüfung per Passworteingabe dem Schutz von Mitarbeiter-, Kunden- und Firmendaten. Unbefugten wird dadurch der Zugriff verwehrt.
Aufgaben und Ziele
Passwörter dienen dem Schutz persönlicher Daten und verhindern Datenmissbrauch. Sie sind ein fester Bestandteil von Anmeldeprozessen zur Nutzung technischer Dienste wie z.B. Smartphones, IT-Systeme und Bankautomaten. Der Zugriff wird durch die Kombination aus Benutzername und Passwort personalisiert und dadurch für Unbefugte eingeschränkt.
Gefahren eines unsicheren Passworts
Ein sicheres Passwort ist wichtig. Es schützt Sie vor Daten- und Identitätsmissbrauch. Verfügt eine unbefugte Person über Ihr Passwort, kann diese Programme verändern und schädliche Softwares installieren, aber auch in Ihrem Namen Produkte kaufen und rechtswidrige Geschäfte betreiben. Ein sicheres Passwort verhindert, dass Sie als Inhaber des Accounts Opfer von Cyberkriminalität werden.
Risikofaktoren bei Passwörtern
Obwohl ein sicheres Passwort unberechtigte Zugriffe unwahrscheinlicher macht, sind diese nicht vollkommen zu verhindern. Die zwei populärsten Methoden für das Hacken von Passwörtern sind der Brute-Force-Angriff bzw. der Wörterbuchangriff. Werden möglichst viele Zeichenkombinationen automatisiert und wahllos ausprobiert, spricht man von einem Brute-Force-Angriff. Der Wörterbuchangriff ist eine Art des Brute-Force-Angriffs, bei dem Hacker eine vordefinierte Liste von Wörtern durchprobieren, um ein Passwort zu entschlüsseln. Insbesondere die Länge des Passworts spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da die Zahl der Möglichkeiten mit jedem zusätzlichen Zeichen exponentiell ansteigt. Sicherheitslücken bei der Passworterstellung erleichtern das Hacken von Passwörtern. Eine drastischere Form ist das sogenannte Datenleck, bei dem ganze Tabellen mit Passwörtern und Benutzerkennungen aufgedeckt werden. Bei der Passwortvergabe sollte demnach besonders auf die folgenden drei Sicherheitslücken geachtet werden.
Passwörter aus bekannten Begriffen
Kürzere Passwörter sind zwar leichter zu merken, längere jedoch sicherer. Viele Internetnutzer begehen den Fehler, bei der Passwortvergabe Wörter zu verwenden, die in Lexika vorkommen. Ein solches Passwort ist extrem anfällig für Wörterbuchangriffe. Hacker können problemlos auf ganze Wort-Datenbanken zugreifen. Entsprechende Programme testen die verschiedenen Begriffe so lange, bis das korrekte Passwort vom System erkannt wurde. Daher empfiehlt es sich, ein Kennwort zu verwenden, welches keinen feststehenden Begriff enthält. Auch von der Verwendung von Geburtstagen, Telefonnummern, Adressen und Eigennamen in Passwörtern sollte abgesehen werden.
Ungeschützte Passwortlisten
Komplexe Kombinationen aus Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen versprechen eine höhere Sicherheit. Werden diese jedoch als Erinnerungsstütze niedergeschrieben oder auf ihrem Computer oder Smartphone gespeichert, entspringt daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Ungeschützte Passwortlisten auf dem Desktop oder Server können leicht von Unberechtigten eingesehen und missbraucht werden. Bewahren Sie Ihre Passwörter also weder auf einem Notizzettel am Schreibtisch noch in einer Excel-Tabelle auf.
Ein Passwort – viele Zugänge
Komplizierte Zeichenfolgen bleiben schwieriger im Gedächtnis. Trotzdem ist die Verwendung derselben Passwort-Nutzername-Kombination für unterschiedliche Dienste keine Lösung! Das birgt ein großes Risiko, da der Hacker mit nur einem Passwort auf mehrere Accounts des Opfers zugreifen kann.
Merkmale unsicherer Passwörter
Passwörter mit niedriger Passwortsicherheit bestehen häufig aus bekannten Begriffen oder Vornamen wie „Hallo“ oder „Lisa“. Auch Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge (abcd), Zahlenfolgen (6789) oder benachbarte Tasten auf der Tastatur (qwert) eignen sich nicht als Passwörter.
Merkmale sicherer Passwörter
Falls Sie sich nun dazu entschlossen haben, Ihre Passwörter auszutauschen, fragen Sie sich sicher, wie Ihr neues, sicheres Passwort auszusehen hat. Ein sicheres Passwort hat folgende Merkmale:
- Einzigartigkeit (nicht doppelt verwenden)
- Mindestens 8, in einigen Fällen auch 20 Zeichen lang
- Große und kleine Buchstaben
- Sonderzeichen (%&$“=!?/)
- Ziffern
- Keine Muster (1234, 222, abcd, asdfg)
- Ein eigenes Passwort für jeden Login
- Kein persönlicher Bezug (z.B. Namen, Geburtstage)
Ein geeignetes Beispiel lautet: koRmo(M,%w:&=BNi(l. Bitte verwenden Sie dieses Passwort jedoch nicht mehr, wenn Ihnen die Passwortsicherheit am Herzen liegt. Das Passwort befindet sich nämlich jetzt bereits auf dieser Website und kann daher in einer Datenbank erscheinen und von Hackern abgerufen werden.
So erstellen Sie sichere Passwörter
Bei jedem Passwort, das Sie vergeben, sollte die Passwortsicherheit stets an oberster Stelle stehen! Nur so verhindern Sie den Zugriff auf Ihre Daten durch Unbefugte. Eine hohe Sicherheit ist jedoch nicht gegeben, wenn der Name des Haustiers, der Spitzname des Partners oder der aktuelle Wohnort zum Passwort werden. Im Folgenden erfahren Sie alles über die Erstellung eines Passworts, das den Sicherheitsanforderungen gerecht wird.
Die Regeln der Passwortvergabe
Einige Dienste reglementieren die Passwortvergabe und stellen damit Forderungen an die Passwortsicherheit. Die Passwörter können dann nur nach bestimmten Mustern vergeben werden. Sie erfordern üblicherweise eine Kombination aus Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben, einer Mindestanzahl an Zeichen und Sonderzeichen. Insbesondere Sonderzeichen machen die Zeichenfolge komplizierter und damit das Knacken des Passworts schwieriger. Persönliche Daten wie der eigene Name, Adressen, Telefonnummern oder das Geburtsdatum sollten nicht Teil des Passworts sein.
Beliebte Voraussetzungen für ein Passwort
- Groß- und Kleinbuchstaben (A-Z bzw. a-z)
- Sonderzeichen (?=“§&)
- Zahlen (0 - 9)
Merksatz als Erinnerungsstütze
Als Erinnerungsstütze für das eigene Passwort bieten sich auch Akronyme an. Wählen Sie dazu einen ausgedachten Satz und übernehmen die Anfangsbuchstaben der Wörter und die Satzzeichen. Der Satz „Was machen 5 pinke, laute Hühner in meinem Schwimmbecken?“ wird als Akronym zu: „Wm5p,lHimS?“. Diese Zeichenfolge erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen, ist aber durch die Eselsbrücke leichter zu merken. Zu beachten ist dabei erneut, dass keine Sätze verwendet werden, die irgendwo im Internet bereits existieren. Ihre Kreativität ist gefragt! Denn auch bekannte Sätze bzw. Wortabfolgen lassen sich mit einer Datenbankabfrage leicht entschlüsseln.
Formeln als Erinnerungsstütze
Eine weitere Möglichkeit ist die Erstellung eines Chiffriercodes. Diese Formeln beinhalten die URL oder den Namen des Dienstes, bei dem Sie sich anmelden möchten – allerdings in verschlüsselter Form. Zu beachten ist dabei, dass das Passwort keine Rückschlüsse auf die Formel erlaubt. Beispielsweise möchten Sie für den Online-Shop einkaufen.de ein Passwort erstellen. Der Chiffriercode könnte wie folgt aussehen: „31Nk@uF3n“. Hier können Sie kreativ werden und einen eigenen Code entwickeln, der nur Ihnen bekannt ist.
Mindestlänge
Häufig machen die jeweiligen Online-Dienste Angaben zur Mindestlänge des Passworts. Ein sicheres Passwort hat mindestens acht Zeichen. Besser sind allerdings zwölf, am sichersten sind mindestens 20 Zeichen. So sind Ihre sensiblen Daten bestmöglich vor Hackerangriffen geschützt. Eine gute Richtlinie ist: je kürzer und einfacher das Passwort, desto unsicherer ist es.
Wann Sie Ihr Passwort ändern sollten
Ein sicheres Passwort muss selten bis nie geändert werden. Eine regelmäßige Änderung führt im Gegenteil häufig zu unsicheren Passwörtern. Lediglich in drei Fällen sollten Sie Ihr sicheres Passwort ändern:
- Sie haben nach der Anmeldung vom Server ein Initialkennwort erhalten. Diese sehen zwar sicher aus, sollten aber nach dem ersten Einloggen direkt geändert werden.
- Es gab einen Hackerangriff.
- Ein Mitarbeiter hat Ihr Unternehmen verlassen und verfügt über wichtige Passwörter. Werden diese nicht geändert, hat der Mitarbeiter weiterhin Zugriff auf alle Accounts. Daraus entspringt ein großes Sicherheitsrisiko!
Technische Hilfsmittel für Ihr Passwortmanagement
Der Umgang mit komplizierten Passwörtern kann bei der Vielzahl an Login-Daten eine Herausforderung darstellen. Zur Erleichterung gibt es einige Hilfsmittel, die Sie sowohl bei der Erstellung als auch bei der Verwaltung von Passwörtern unterstützen.
Passwort-Generatoren – Passwörter erstellen lassen
Passwort-Generatoren erstellen Ihnen zufällige Passwörter, die die Sicherheitskriterien (Sonderzeichen, Klein- und Großbuchstaben, Zahlen) erfüllen. Beachten Sie jedoch die Unterschiede zwischen den einzelnen Generatoren – die Passwortsicherheit schwankt enorm! Bei der Passworterstellung durch Generatoren werden nämlich häufig linguistische Begriffe und Zahlenmuster genutzt, die bei Hackerangriffen leicht entschlüsselt werden können.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Möchten Sie sich zusätzlich vor Hackerangriffen schützen? Dann nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung! Dieses Vorgehen gleicht dem Prozess am Geldautomaten. Dort brauchen Sie neben Ihrer Bankkarte auch Ihre PIN. Online läuft das ähnlich ab: Der Anbieter, bei dem Sie sich anmelden möchten, sendet eine zweite Sicherheitskomponente (z.B. ein Code) an ein weiteres Ihrer Geräte, z.B. Ihr Smartphone. Der zweite Faktor kann aber auch Ihr Fingerabdruck sein. Ein Hacker müsste zwei Ihrer Geräte kontrollieren können, um dann noch an Ihre Daten zu kommen. Wenn Ihr Passwort also mal in falsche Hände gerät, sind Ihre Daten noch optimal gesichert.
Passwort-Manager – Passwörter sicher aufbewahren
Ein Passwort-Manager ist die sichere Alternative zu Stift und Papier. Der Passwort-Manager organisiert ihre Login-Daten und bewahrt sie kodiert als Hashwert auf. Das sogenannte Masterpasswort schützt diese Datei. Möchten Sie sich also in einem Online-Dienst einloggen, müssen Sie lediglich Ihre Kennung einfügen. Einige Passwort-Manager bieten sogar die Möglichkeit eines direkten Logins. So können Sie unkompliziert und sicher auf den gewünschten Dienst zugreifen. Eine unverschlüsselte Passwortdatei kann leicht geknackt und ausgelesen werden. Entscheiden Sie sich daher für die sicherere Variante des Passwort-Managers.